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wasted
alexander wiethoff
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In der Recherchephase zu dem Projekt “forest art” gingen wir mit unserem Kurator Pepi Maier auf verschiedene Exkursionen. Eine dieser Fahrten führte uns nach Freising in den Kranzberger Forst zu einer Forschungsstation der Universität München.In dieser Forschungsstation werden Bäume systematisch und experimentell Ozonbegasungen ausgesetzt. Beeindruckt von der Dimension der technischen Installation fiel mir auch besonders die Nummerierung aller Bäume in diesem Waldstück auf. Sie trugen teils fortlaufende teils wahllose Zahlen in gleicher Höhe und immer der gleichen Schriftgröße. Es mussten tausende sein. Mir war sofort klar daß ich dieses Szenario in meiner Arbeit darstellen wollte.....

Meine Installation “wasted” befasst sich einerseits mit dem Umgang der postindustriellen Gesellschaft mit den natürlichen Ressourcen.Die nummerierten und markierten Bäume erwecken darüber hinaus Assoziationen zu Nummerierungen und Markierungen wie sie an Häftlingen in den Konzentrationslagern und heute noch in Gefängnissen vorgenommen werden und wurden.
Die Installation besteht aus 5000 Fotos der Bäume aus der Forschungsstation, die teilweise sortiert und teilwiese chaotisch angeordnet sind.